• 03. September 2010 - 07. November 2010
    11:00 - 16:00 Ausstellung "Blue bird und andere Vögel"
    Ort: Amüseum am Wasserfall
    Cordue studierte an der Hochschule für Bildende Künste bei Prof. Rolf Thiele. Seit 2004 in...
  • 04. September 2010 - 06. September 2010
    50. Saarweinfest
    Ort: Saarburg-Altstadt
  • 10. September 2010 - 12. September 2010
    Beuriger Zwetschgenkirmes
    Ort: Festplatz Beurig
  • 10. September 2010
    19:30 - 22:00 Kino in der Gießerei - Facetten des DDR-Kinos
    Ort: Glockengießerei Mabilon
    "Berlin, Ecke Schönhauser" (1957, Gerhard Klein, s/w, 81 Minuten) Das Kino der DDR ist...
  • 11. September 2010
    20:00 - 20:30 Onkel Wilhem´s Jazzkapelle
    Ort: Glockengießerei Mabilon
    Der Jazz der zwanziger Jahre im New Orleans Stil „Kaum eine andere Kapelle vermag es den guten...
  • Glockengießerei Mabilon

     

    Die Gießerfamilie Mabilon lässt sich in ihren Wurzeln bis ins 16. Jahrhundert nach Saint-Nicolas-de-Bourgueil im Herzogtum Anjou zurückverfolgen. Als Wandergießer kamen die Stammväter nach Koblenz und Saarburg,
    wo sich Urbanus Mabilon im letzten Drittel des 18. Jahrhunderts an der heute noch genutzten Stelle in Saarburg niederließ.

    Über viele Generationen hinweg wurden die Traditionen, handwerklichen Fähigkeiten und Produktionsgeheimnisse des Glockengießens ungebrochen bis hin zum letzten Glockengießereimeister der Familie, Wolfgang Hausen-Mabilon, weitergegeben, bis schließlich Ende 2002 die Produktion ganz eingestellt wurde.

    Heute steht die Glockengießerei mit der im 19. Jahrhundert erbauten Werkhalle, der älteren Werkhalle von 1764  und Resten der Stadtmauer den Besuchern als Museum zur Verfügung.

    In ihrer besonderen Lage im Staden, außerhalb der ehemaligen Stadtmauer gelegen, spiegelt sie noch heute Stadtgeschichte aus drei Jahrhunderten wieder. Die gänzlich erhaltene Einrichtung in der alten Gießhalle mit Öfen, Gruben, Gerätschaften und vielem mehr ist als einzigartiges Kulturgut und Industriedenkmal zu bewerten, das es in dieser Form im nationalen und internationalen Vergleich nicht noch einmal gibt.

    Die einzelnen Produktionsstätten von der Lehmgrube über die Schlosserei, Schmiede und Schreinerei bis hinein in die Gießhalle erwecken den Eindruck, als würde die nächste Glocke nur darauf warten, gegossen zu werden. Rauch und Feuer scheinen immer noch in den Öfen zu tanzen, das Erz immer noch brodelnd durch die Schächte zu zischen. Man kann den Guss einer Glocke noch immer geradezu sehen, hören, spüren und riechen, wenn man in diesen alten Gemäuern verweilt und so sind alle Sinne aufs Höchste angesprochen.