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15. Januar 2017 - 05. Mrz 2017

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Glockengießerei Mabilon

 

Die Gießerfamilie Mabilon lässt sich in ihren Wurzeln bis ins 16. Jahrhundert nach Saint-Nicolas-de-Bourgueil im Herzogtum Anjou zurückverfolgen. Als Wandergießer kamen die Stammväter nach Koblenz und Saarburg,
wo sich Urbanus Mabilon im letzten Drittel des 18. Jahrhunderts niederließ.

Über viele Generationen hinweg wurden die Traditionen, handwerklichen Fähigkeiten und Produktionsgeheimnisse des Glockengießens ungebrochen bis hin zum letzten Glockengießermeister der Familie, Wolfgang Hausen-Mabilon, weitergegeben, bis schließlich Ende 2002 die Produktion ganz eingestellt wurde.

Heute steht die Glockengießerei mit der im 19. Jahrhundert erbauten Werkhalle, der älteren Werkhalle von 1764  und Resten der Stadtmauer den Besuchern als Museum zur Verfügung.

In ihrer besonderen Lage im Staden, außerhalb der ehemaligen Stadtmauer gelegen, spiegelt sie noch heute Stadtgeschichte aus drei Jahrhunderten wieder. Die gänzlich erhaltene Einrichtung in der alten Gießhalle mit den Öfen, Gruben, Gerätschaften und vielem mehr stellt ein einzigartiges Kulturgut und Industriedenkmal dar, das es in dieser Form im nationalen und internationalen Vergleich nicht noch einmal gibt.

Die einzelnen Produktionsstätten von der Lehmgrube über die Schlosserei, Schmiede und Schreinerei bis hinein in die Gießhalle erwecken den Eindruck, als würde die nächste Glocke nur darauf warten, gegossen zu werden. Rauch und Feuer scheinen immer noch in den Öfen zu tanzen, das Erz immer noch brodelnd durch die Schächte zu zischen. Man kann den Guss einer Glocke noch immer geradezu sehen, hören, spüren und riechen, wenn man in diesen alten Gemäuern verweilt und so sind alle Sinne aufs Höchste angesprochen.


Weitere Informationen finden Sie hier:

http://www.museum-glockengiesserei-mabilon.de/