Die Saarburg

Jasmin Schreiner und Petra Kohns-Merges "Blau ist auf jeden Fall grüner als Gelb!?"
14. Mai 2017 - 25. Juni 2017

Familiengottesdienst St. Marien Beurig
04. Juni 2017 11:00 - 11:30

Familiengottesdienst in St. Marien, Beurig anschl. Pfarrfest im Pfarrhaus
Deutscher Mühlentag
05. Juni 2017

Kostenlose Führungen um 12 und 15 Uhr
20-jähriges Jubiläum, Jugendzeltplatz Kammerforst
11. Juni 2017

Festhochamt St. Laurentius, anschließend Fronleichnamsprozession
15. Juni 2017 09:30 - 10:00

Die Saarburg

Die einst stolze und mächtige Burg, eine der ersten und schönsten Höhenburgen des Westens, ließ Graf Siegfried  von Luxemburg 964 erbauen. In Luxemburg hatte Siegfried seine Residenz, Saarburg war für ihn wichtiger strategischer Stützpunkt im Südosten seiner Besitzungen. Der Schlossbering war 137 m lang und bis zu 50m breit. Verbunden mit Gängen und schützenden Mauern waren das untere und obere Burghaus und das Kurfürstliche Haus im oberen Burghof. In einer Höhe von 12 bis 15 m standen die Außenmauern, ausgestattet mit Schartenfenstern und Spähschlitzen, über dem abschüssigen Felsen.

Der Burgbrunnen, erbaut um 1362, reichte mit seinen 60 m Tiefe fast bis zur Saarsohle. Der ursprüngliche Zugangsweg führte von Norden her. Das Baumaterial wurde aus dem Berg gewonnen. Die Ring- und Befestigungsmauern bestehen aus Schieferbruchsteinmauerwerk. Die Saarburg war das wichtigste Bollwerk Triers gegen Westen und Mittel zur Festigung und Ausübung der territorialen Gewalt. Im 11. Jahrhundert fiel die Höhenburg an Trier zurück und wurde unter Erzbischof Bruno 1102-1124 erweitert.

Saarburg zählt zu den Burgen, die Heinrich II. von Finstingen 1260 – 1286 erneuerte und weiter ausbaute. Die Burg war insbesondere Sitz der Erzbischöfe, die sie in der Blütezeit im 13. und 14. Jahrhundert oft bewohnten. 1362 war die Saarburg Altersitz des resignierten Erzbischofs Boemund II. und 1464 ließ sich Johann II. von Baden hier zum Bischof weihen.

Im 17. Jahrhundert wurde die Burg von den Raubkriegern Ludwigs XIV., dann von den Reunionskriegern heimgesucht und 1689 von der französischen Besatzung ausgebessert. Mitte des 18. Jahrhunderts war die Burg dann Ruine. Teile des baufälligen Mauerrings und der Gebäude stürzten ein. Ein geplanter Abbruch der Ruine unterblieb wegen der Zwistigkeit des Kurfürsten mit den Landständen über die Kosten. Die Ruine wurde dann als Steinbruch genutzt.

1860 erwarb die Stadt die Burg und sicherte sie in den 1890er Jahren. 107 Stufen führen zum Aussichtsplateau im oberen Teil des Mantelturms, das 1896 eingerichtet wurde. Oben angelangt, kann man den weiten Blick ins Saartal genießen. Seit Dezember 2005 sorgt eine neue Burgbeleuchtung für eine stimmungsvolle Kulisse hoch über der Stadt. Die Burganlage ist frei zugänglich.