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25. Mai 2017 - 28. Mai 2017 08:00 - 00:00

Deutscher Mühlentag
05. Juni 2017

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11. Juni 2017

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17. Juni 2017 - 19. Juni 2017

Sarrebourg-Sarrebourg: über 50 Jahre Partnerschaft

Die Städtepartnerschaft zwischen Saarburg/Rheinland-Pfalz und Sarrebourg/Lorraine reicht bis in das Jahr 1952 zurück.

Seit diesem ersten Kontakt wurde sie stetig ausgebaut und immer wieder neu belebt. Im Jahr 2002 wurde das 50-jährige Partnerschaftsjubiläum mit einem umfangreichen Festprogramm, das sich wechselweise in Saarburg und Sarrebourg abspielte, über Wochen feierlich begangen.

Neben den Kontakten auf offizieller Ebene sind es insbesondere die vielen Aktivitäten im schulischen Bereich sowie auf Vereinsebene, welche die Partnerschaft mit Leben füllen.
So pflegen die Grundschule St. Marien, die Realschule und das Gymnasium Saarburg mit ihren Partnerschulen Ecole des Vosges, College Mesange und dem Lycee Mangin einen regen Austausch.

Die Musikvereine Saarburg 1892 und die Harmonie Municipale treffen sich ebenso regelmäßig zu gemeinsamen Konzerten, wie die Kirchenchöre von St. Laurentius und St. Barthelemy bei vielen Gelegenheiten zusammen auftreten. Auch die freiwilligen Feuerwehren beider Städte sind in langer Freundschaft mit einander verbunden und lassen keine Gelegenheit zu gemeinsamen Übungen aus.

Aber auch im sportlichen und im privaten Bereich gibt es eine Vielzahl von Kontakten, die der Partnerschaft immer neue Impulse verleihen. Somit ist die Städtepartnerschaft Saarburg-Sarrebourg nicht nur eine der ältesten sondern zugleich auch eine der lebendigsten in der Geschichte Deutschlands und Frankreichs.

Über Sarrebourg

Vor etwa 2000 Jahren entstand die römische Poststation Pons Saravi dort, wo die Römerstraße von Reims nach Straßburg die Saar an einer Furt überquerte. An der Kreuzung großer Straßen und inmitten eines fruchtbaren Beckens gelegen, entwickelte sich der Ort zum Handelszentrum. Die Villa Saint-Ulrich mit ihren 33 Einzelgebäuden zeugt von der damaligen Bedeutung des Ortes.

Mitte des 3. Jahrhunderts begann die Invasion der Germanen in die römischen Provinzen am Rhein. Die ersten Befestigungsanlagen entstanden. Im Jahre 259/260 fiel der Limes, um 455 die Rheingrenze. Damit begann die fränkische Besiedelung des Gebiets um Saarburg. Zur Zeit der Merowinger war die Stadt immer noch ein wichtiges Zentrum, aus der Zeit der Karolinger gibt es jedoch kaum Zeugnisse.

Saarburg stand unter dem Schutz der Bischöfe von Metz, bis Heinrich der Vogler Lothringen dem Ostfrankenreich einverleibte. Sarrebourg wurde Lehen der Bischöfe von Metz. 1240 wurde die Stadtbefestigung erweitert. Eine wirtschaftliche Blüte setzte ein, die ihren Höhepunkt im 14. Jahrhundert hatte. Die Glas- und Keramikproduktion war eine der Grundlagen dieses Aufschwungs.

Die Beziehungen nach Metz verschlechterten sich. Am 2. November 1464 unterstellte sich Saarburg per Vertrag dem Herzogtum Lothringen. Im 30-jährigen Krieg wurde die Stadt verwüstet. Es folgten Pest und Hungersnöte, so dass Herzog Leopold sich schließlich gezwungen sah, Immigranten aus Tirol, der Schweiz und Italien nach Lothringen zu rufen.

Im Frieden von Vincennes 1661 kam Saarburg zu Frankreich und gehörte nun zu dem Landstreifen, der Frankreich mit dem Elsass verband und Lothringen spaltete. Die zerstörte Stadt wurde wieder aufgebaut.

Von 1871 bis 1918/19 gehörte Saarburg wieder zum Deutschen Reich und war im 2. Weltkrieg noch einmal von den Deutschen besetzt. Heute ist Sarrebourg wieder ein florierendes Handelszentrum mit Industrie in den Bereichen Metallverarbeitung, Druckerzeugnisse, Schuhproduktion und Agrarerzeugnisse.

Besonders sehenswert sind:

  • Die Franziskanerkapelle (Chapelle des Cordeliers) aus dem 13. und 16. Jahrhundert mit einem großen Glasfenster von Marc Chagall
  • Das Heimatmuseum (Musée du Pays de Sarrebourg)
  • Die gallo-römische Villa Saint-Ulrich

Quelle: wikipedia

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