Die Saarburg

  • 03. September 2010 - 07. November 2010
    11:00 - 16:00 Ausstellung "Blue bird und andere Vögel"
    Ort: Amüseum am Wasserfall
    Cordue studierte an der Hochschule für Bildende Künste bei Prof. Rolf Thiele. Seit 2004 in...
  • 10. September 2010 - 12. September 2010
    Beuriger Zwetschgenkirmes
    Ort: Festplatz Beurig
  • 10. September 2010
    19:30 - 22:00 Kino in der Gießerei - Facetten des DDR-Kinos
    Ort: Glockengießerei Mabilon
    "Berlin, Ecke Schönhauser" (1957, Gerhard Klein, s/w, 81 Minuten) Das Kino der DDR ist...
  • 11. September 2010
    20:00 - 20:30 Onkel Wilhem´s Jazzkapelle
    Ort: Glockengießerei Mabilon
    Der Jazz der zwanziger Jahre im New Orleans Stil „Kaum eine andere Kapelle vermag es den guten...
  • 17. September 2010
    19:30 - 21:00 Kino in der Gießerei - Facetten des DDR-Kinos"
    Ort: Glockengießerei Mabilon
    "Beschreibung eines Sommers" (1963, Ralf Kirsten, s/w, 80 Minuten) Das Kino der DDR ist...
  • Die Saarburg

    Die einst stolze und mächtige Burg, eine der ersten und schönsten Höhenburgen des Westens, ließ Graf Siegfried  von Luxemburg 963 erbauen. In Luxemburg hatte Siegfried seine Residenz, Saarburg war für ihn wichtiger strategischer Stützpunkt im Südosten seiner Besitzungen. Der Schlossbering war 137 m lang und bis zu 50m breit. Verbunden mit Gängen und schützenden Mauern waren das untere und obere Burghaus und das Kurfürstliche Haus im oberen Burghof. In einer Höhe von 12 bis 15 m standen die Außenmauern, ausgestattet mit Schartenfenstern und Spähschlitzen, über dem abschüssigen Felsen.

    Der Burgbrunnen, erbaut um 1362, reichte mit seinen 60m Tiefe fast bis zur Saarsohle. Der ursprüngliche Zugangsweg führte von Norden her. Das Baumaterial wurde aus dem Berg gewonnen. Die Ring- und Befestigungsmauern bestehen aus Schieferbruchsteinmauerwerk. Die Saarburg war das wichtigste Bollwerk Triers gegen Westen und Mittel zur Festigung und Ausübung der territorialen Gewalt. Im 11. Jahrhundert fiel die Höhenburg an Trier zurück und wurde unter Erzbischof Bruno 1102-1124 erweitert.

    Saarburg zählt zu den Burgen, die Heinrich II. von Finstingen 1260 – 1286 erneuerte und weiter ausbaute. Die Burg war insbesondere Sitz der Erzbischöfe, die sie in der Blütezeit im 13. und 14. Jahrhundert oft bewohnten. 1362 war die Saarburg Altersitz des resignierten Erzbischofs Boemund II. und 1464 ließ sich Johann II. von Baden hier zum Bischof weihen.

    Im 17. Jahrhundert wurde die Burg von den Raubkriegern Ludwigs XIV., dann von den Reunionskriegern heimgesucht und 1689 von der französischen Besatzung ausgebessert. Mitte des 18. Jahrhunderts war die Burg dann Ruine. Teile des baufälligen Mauerrings und der Gebäude stürzten ein. Ein geplanter Abbruch der Ruine unterblieb wegen der Zwistigkeit des Kurfürsten mit den Landständen über die Kosten. Die Ruine wurde jedoch als Steinbruch genutzt.

    1860 erwarb die Stadt die Burg und sicherte sie in den 1890er Jahren. 107 Stufen führen zum Aussichtsplateau, im oberen Teil des Mantelturms, das 1896 eingerichtet wurde. Oben angelangt, sollte man den weiten Blick ins Saartal genießen. Seit Dezember 2005 sorgt eine neue Burgbeleuchtung für eine stimmungsvolle Kulisse hoch über der Stadt. Die Burganlage ist frei zugänglich.