11:00 - 16:00 Ausstellung "Blue bird und andere Vögel"

Beuriger Zwetschgenkirmes
19:30 - 22:00 Kino in der Gießerei - Facetten des DDR-Kinos
20:00 - 20:30 Onkel Wilhem´s Jazzkapelle

19:30 - 21:00 Kino in der Gießerei - Facetten des DDR-Kinos"
Amüseum am Wasserfall
Einen Besuch im AMÜSEUM am Wasserfall, unserem städtischen Museum, sollten Sie auf jeden Fall einplanen.
Traditionelle Saarburger Handwerkerberufe (Glockengießer, Drucker, Schuster, Gerber, Schiffer),
die älteste noch in Betrieb befindliche Turbine und interessante Wechselaustellungen werden Ihnen in der ehemaligen kurfürstlichen Mühle präsentiert.
Historisches
Als ehemalige kurfürstliche Mühle ist das denkmalgeschützte Haus an sich schon ein Museum. Seine direkte Lage am Naturdenkmal "Wasserfall" ist einzigartig. Zu verdanken hat man diesen stadtbildprägenden Akzent einer städtebaulichen Meisterleistung des 11. oder 12. Jhd. Es gelang den damaligen Stadtherren nicht nur, den Leukbach mitten durch die mittelalterliche Stadtanlage in die Saar umzuleiten. Sie erkannten zudem die Möglichkeiten, die ihnen der natürliche, 17 Meter messende Höhenunterschied zwischen der Oberstadt und Unterstadt bot. Indem sie die Leuk mit Hilfe eines künstlichen Bettes über einen Felsen 17 Meter tief in einen Graben zur Saar hinleiteten, konnten sie sich auch die Kraft des Wassers zunutze machen. Eine Idee, die bis in die heutige Zeit Gültigkeit hat. Noch heute wird mit Hilfe des Wasserfalls und einer Turbine Strom für die Beleuchtung des Buttermarktes erzeugt.
Die Turbine
Die Möglichkeiten der Wasserkraft war den Menschen des Mittelalters längst bekannt und so ist die erste Mühle, direkt am Wasserfall gelegen, schon 1366 nachweisbar. 1656 entstand auf ihren Resten die kurfürstliche Mühle. Die Öffnung des Wasserdurchlasses für die Mahlgänge ist noch sichtbar. Das Gebäude, das im Laufe der Jhd. viele bauliche Veränderungen Über sich ergehen lassen musste, wurde bis Ende des 19. Jhd. als Mühle genutzt. Im Jahre 1900 nahm es eine neue Funktion als Elektrizitätswerk Saarburg-Beurig auf. 1935 übernahm die RWE Energie das Haus, die nun mit Hilfe einer neu eingebauten Turbine Strom erzeugte. Der Einlauf in das Leukkraftwerk (oberhalb des Wasserfalls) ist noch gut zu sehen. Um die Turbine vor Treibgut zu schützen, ist der Einlauf mit einem Rechen versehen, der Laub und Treibgut herausfiltert. Die Anlage kann ebenso wie das gesamte Gebäude besichtigt werden.
In der ersten Etage beherbergt das AMÜSEUM eine kleine museale Ebene, in der die bedeutendsten Saarburger Handwerksberufe dargestellt werden.
Die Druckstube
Kernstück der Druckstube, die der Stadt als Leihgabe der Druckerei Rassier zur Verfügung gestellt wurde, ist eine alte Setzmaschine.
Über die Tastatur wurden durch ein ausgeklügeltes Schienensystem Buchstaben zu einer kompletten Zeile zusammengesetzt und gegossen. Anschließend wurden diese von Hand in einen Rahmen gesetzt und zu einer Seite zusammengefügt.
Der Glockenraum
Die Glockengießerei Mabilon, die alle Exponate als Leihgaben zur Verfügung gestellt hat, ist seit 1770 in Saarburg ansässig. Neben den Ausstellungsgegenständen und Fotografien bietet ein Film über den Glockenguß ein unvergessliches Erlebnis.
Die Schusterei mit Gerberei
Um 1850 gab es noch sechs Gerbereien in Saarburg. Hier wurde das Leder hergestellt, aus dem die in Saarburg ansässigen Schuster die Schuhe fertigten. Von 1940 in Saarburg gemeldeten Schustern sind heute noch zwei tätig.
Die Saarschifffahrt
Der Beruf mit der längsten Tradition in Saarburg ist die Schifffahrt. Die von Konzern und Saarburgern Schiffern zur Verfügung gestellten Exponate demonstrieren anschaulich, wie die Naturprodukte der Region über den Wasserweg transportiert wurden und die Schifffahrt sich entwickelt hat.
AmüseuM am Wasserfall
Am Markt 29
D-54439 Saarburg
Tel. 0 65 81/99 46 42
Fax 0 65 81/9 56 70
e-mail: amueseum(at)saarburg.de
Öffnungszeiten des Amüseums
Montag - Freitag,
Sonntag und Feiertag: von 11:00 - 16:00 Uhr
Samstag geschlossen
Qualifizierte und zielgruppenspezifische Führungen für Gruppen (auch für Kinder) durch das Museum sind nach Absprache jederzeit, auch außerhalb der Öffnungszeichen möglich.









